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Wintersportwoche
Landesmedienzentrum & Lernplattform
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Mörderclowns und Drogenbosse an unsere Schule

Suchtpräventionstage für die 6. Jahrgangsstufe

Gerade hier bei uns in grenznähe stellt sich immer wieder die Frage, wie wir unsere Kinder vor Drogenkonsum oder Alkoholexzessen abhalten können. Aus Erfahrung wissen die Eltern sowie wir Lehrer, dass nur gutes Zureden oder Verbote nicht wirklich greifen. Deshalb gehen wir an der Staatlichen Realschule Freyung das Thema Suchtprävention für die 5. Und 6. Jahrgangsstufen etwas anders an. Federführend ist hier Frau Silvia Lendner-Fischer von der Glückskinder e.V., die mit den Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufen diese Thematik bearbeitet.

Dabei ist es ein Schwerpunkt den Kindern verständlich zu machen, warum man eventuell zu Drogen greift (ich bin: traurig, niedergeschlagen, gefrustet, enttäuscht …) und welche Möglichkeiten es gibt, zu seiner guten Laune zurückzufinden oder auch den Mut zu haben um Hilfe zu bitten. Ein anderer Ansatzpunkt ist sich selbst mit Adjektiven zu beschreiben, die entweder „hell“ (wie: fröhlich, hilfsbereit, lustig etc.) oder „dunkel“ (wie: böse, dumm, tötend, wütend ..) sein können. Um dies zu vertiefen basteln die Kinder für sich Masken, die ein solches Adjektiv wiederspiegeln.

„Es ist immer wieder spannend zu erleben, wie die Schülerinnen und Schüler ihre Masken gestalten“, meint Angelika Hemmerling, die Frau Silvia Lendner-Fischer unterstützt. „Manchmal spiegelt die Maske die Person dahinter wieder, bei einigen ist es ein völlig fremdes Wesen, das die Maske zeigt.“ Nun beginnt der aufregende Teil der Arbeit mit den Masken. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten ein kleines Theaterstück in dem eine Geschichte erzählt wird. Hierbei können sie sich selbst darstellen und ihre Emotionen, Ängste oder Wünsche, meist pantomimisch, leben.

Die Betreuer sind hier gefordert mit den Ideen der Kinder eine Geschichte zu kreieren z.B. KO-Tropfen im Getränk, die Versuchung durch die „dunklen“ Drogen zu probieren, Rettungsversuche von abgestürzten Freunden, gemeinsam gegen die Versuchungen angehen, im Drogensumpf sterben, Aktionen von Mörder-Clowns und vieles mehr wird präsentiert. Die Schülerinnen und Schüler sind begeistert dabei. „War das toll so eine Rolle spielen und fühlen zu können“, ist ein viel gehörter Kommentar. Durch ihre Rollen wird den Kindern die Situation der Versuchungen verdeutlicht, sie erleben sie viel bewusster. Es bleibt uns die Hoffnung mit diesen Aktionen die Schülerinnen und Schüler so sensibilisieren zu können, damit sie sich ggf. zurückerinnern und dann vielleicht doch einen anderen Weg einschlagen. Wir danken den Rotariern, die mit einer großzügigen Spende unsere Suchtpräventionsarbeit unterstützen.