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Kultureller Austausch mit China

Von jeher ist es der Realschule Freyung ein großes Anliegen ihren Schülerinnen und Schülern Offenheit für fremde Kulturen mit auf den Weg zu geben. Eine Grundeinstellung, die auch die heimische Wirtschaft immer öfter von ihren zukünftigen Arbeitnehmern fordert. Neben den Nachbarländern Deutschlands wird in dieser Hinsicht auch Asien immer wichtiger.

Hu Min
Aus diesem Grund lud die Schulleiterin der Realschule, Ursula Stegbauer-Hötzl, Frau Hu Min, Dozentin für Lehrerbildung an der Zhejiang International Studies University in Hangzhou, China, an die Realschule Freyung ein.

Auch für Hu Min kam die Einladung gelegen, da sie ohnehin an der Universität Passau weilte, auch um die Forschungszusammenarbeit der beiden Universitäten im schulischen Bereich weiter voranzubringen. In diesem Zusammenhang besuchte sie mehrere Schulen und war auch eine Woche beim Konrektor der Realschule, Dr. Matthias Böhm, zu Gast, mit dem sie bereits ein gemeinsames Forschungsvorhaben an chinesischen und bayerischen Schulen zu Vorstellungen von Lehrkräften über guten Unterricht realisiert hatte.
Da sie im Rahmen einer anderen Untersuchung ohnehin über das bayerische Schulsystem recherchierte, war sie sehr am alltäglichen Unterricht an einer Realschule interessiert, wie mit Problemen umgegangen wird und wohin sich die Schule in Zukunft entwickeln will. Bei dieser Gelegenheit kam sie auch den Bitten der Lehrkräfte nach und brachte sich aktiv als Gastreferentin in den Unterricht ein, um beispielsweise im Fach Geographie ihre Heimat vorzustellen.
Ganz besonderes Interesse erregte bei den Freyunger Schülern die chinesische Schrift, die als Morphemschrift funktioniert, in der den Zeichen keine Laute sondern Bedeutungen zugeschrieben werden. So müssen chinesische Kinder sehr viele der 3000 bis 5000 gebräuchlichen Zeichen lernen, wofür viel Anstrengung notwendig ist. Auch der Frage, warum chinesische Schülerinnen und Schüler meist Gesten auf Fotos machen, wurde nachgegangen.
Außerdem erweckte das chinesische Essen und die Lebensgewohnheiten großes Interesse, Hu Min wurde regelrecht mit Fragen bombardiert und konnte viele davon in ihrer sympathischen Art beantworten. Leider reichte die Zeit nicht für alle, sodass beide Seiten übereinkamen, dass man am besten die Fragen mit Gleichaltrigen klären könne und es doch für alle ein Gewinn wäre, wenn es zu E-Mail-Freundschaften zwischen chinesischen Schülerinnen und Schülern und den Realschülern kommen würde. So wurde kurzerhand eine chinesische Schule in Hangzhou gefunden, die sofort bereit war, mitzumachen.
Nach den Frühlingssemesterferien in China war es dann soweit: Im März und April hatten die ersten Sechstklässler aus Freyung Post aus China und können sich seitdem in Englisch über Hobbies und Kultur austauschen. Auch Punkte, die helfen können, kulturelle Hindernisse bei zukünftigen tragenden Mitgliedern der Gesellschaft abzubauen.

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