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Realschüler unternehmen eine Reise ins Judentum

Pfarrer Thomas Weinmair initiierte eine Fahrt mit seinen evangelischen Schülerinnen und Schülern der Realschule Freyung zur Synagoge in Straubing – und ganz ökumenisch – konnten sich die katholischen Sechstklässler anschließen.

Besuch der Synagoge

Während die erste Gruppe mit ihm und Frau Christiane Stollwerck staunend den Ausführungen von Frau Svetlana Zach lauschten, führten die Religions­lehrerin­nen Claudia Jahrstorfer und Anna Obermaier die Wissbegierigen in die Stadt zum jüdischen Erbe in Form eines jüdischen Grabsteins in der Rosengasse und einem Steinrelief eines Juden mit typischem spitzem Hut in der Jacobbasilika.

Besonders betroffen zeigten sich die jungen Menschen, als sie hörten, wie es zu den Stolpersteinen kam, die an deportierte Juden erinnern.
Nach dem Gruppenwechsel hörten sie nun nach einem begrüßenden „Shalom“ die interessanten Ausführungen von Frau Zach – die Jungs mit einer Kopfbe­deckung bekleidet und nach Geschlecht in den Bänken streng getrennt. Ihr Schicksal, dass ihr in ihrer kommunistisch regierten Heimat verboten war, den Sabbat zu feiern und öffentlich ihren Glauben zu leben, bewegte alle sichtlich. Die Lebensgeschichte brachte die aufmerksamen Zuhörer zum Nachdenken, da sie sich nicht vorstellen konnten, dass es Menschen gab und immer noch gibt, die keine Religionsfreiheit genießen, wie wir in unserer Heimat. Höhepunkt war der freigegebene Blick auf den goldenen Toraschrein. Dem Heiligtum im Inneren, der Torarolle mit den fünf Büchern Mose, zollten alle natürlich den gebührlichen Respekt, indem sie sich von ihren Plätzen erhoben.

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Die informative Fahrt begeisterte Lehrer wie Schüler gleichermaßen. Als Fazit formulierten die jungen Christen den Wunsch, dass auch nachfolgende Sechst­klässler diese Erfahrungen machen können und ein gutes Zusammenleben der Religionen gelingen möge. In diesem Sinne: Mazel tov!

Christiane Stollwerck

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