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Diesen Brunnen haben sie sich "erlaufen"

Realschule hat jetzt einen "Waldwasserbrunnen" in der Aula – Sponsorenlauf im Mai ermöglichte Anschaffung

Dieser Sponsorenlauf hatte sich gelohnt: Weil die Freyunger Realschüler beim Schullauf im vergangenen Mai im Rahmen der Aktion "Wir laufen für Unicef" so fleißig ihre Runden drehten und zahlreiche Sponsoren für die gelaufenen Streckenabschnitte fanden, ist am Ende nicht nur Geld für die Hilfsorganisation zusammengekommen, sondern die Freyunger Realschüler haben auch selbst davon profitiert: So konnte nun in der Schulaula der lange gewünschte Trinkwasserbrunnen, ein "Waldwasserbrunnen", installiert werden.

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Der Schulleitung war es ein Anliegen, den Waldwasserbrunnen noch vor den Weihnachtsferien in Betrieb nehmen zu können. Mit dem Brunnen steht den Schülern der Realschule nun frisches Waldwasser kostenlos bereit. Geschaffen wurde der Brunnen von der renommierten Bildhauerin Edeltraud Göpfert aus Vilshofen: Mit dem Sockel aus Bayerwald-Granit und dem Becken aus Bronze-Blättern steht das Unikat neben dem Wasser, das aus ihm fließt auch selbst symbolisch für die Waldheimat der Kinder, die aus ihm trinken werden.
640 Schüler beim Sponsorenlauf dabeiDamit der Brunnen in Auftrag gegeben werden konnte, hatten für den Sponsorenlauf im Mai – der erste dieser Art an der Realschule – alle teilnehmenden Schüler Spender im Verwandten- und Bekanntenkreis gesucht. Die Sponsoren legten einen frei wählbaren Betrag pro gelaufener Runde oder eine einmalige Summe fest. Zusammengekommen sind über 6730 Euro, rund die Hälfte davon ging in das Brunnenprojekt. 640 Schüler der Realschule hatten dafür die Turnschuhe geschnürt.

Die große offizielle Einweihungsfeier des Waldwasserbrunnens der Realschule Freyung mit Segnung machte die Bedeutung der Anschaffung für die Schule deutlich. Ein Organisationsteam hat für die Inbetriebnahme mit musikalischen Darbietungen und Texten einen würdigen Rahmen geschaffen. Mit ihrem Kommen zeigten Vertretern aus Politik, Kirche und Schulfamilie ihre Wertschätzung.

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Schulleiterin Ursula Stegbauer-Hötzl begrüßte die stv. Landrätin Helga Weinberger, MdL Max Gibis Pfarrvikar Johannes Spitaler, den ev. Pfarrer Thomas Weinmair, Ing. Hermann Gruber von der Wasserversorgung Bayer. Wald, Künstlerin Edeltraud Göpfert, den Vorsitzenden der Freunde und Förderer der Realschule Alois Atzinger und die Vertreterinnen des Elternbeirats Doris Schröger (Vorsitzende) und F. Atzinger.

In ihren Überlegungen über die "Gemeinsamkeiten von Wasser und Schule" stellte die Schulleiterin heraus: " Wo Wasser ist, haben sich Siedlungen und Orte gebildet", also Orte der Begegnung, wie die Schulen. Ihr Dank galt Hausmeister Florian Fuchs, den Musiklehrern Schubert und Breiter, Musikantinnen Elena und Theresa, Julia und Emily, Heidi und Rosalie, der Fachschaft HE mit F. Krückl und F. Seewald und der Schülermitverwaltung (SMV) für die Mitgestaltung der Feier.

Auch die SMV hat sich Gedanken ums Wasser gemacht und mit Zitaten eines chinesischen Weisen die Bedeutung des Wassers veranschaulicht: "Wasser lehrt uns das rechte Leben." Es bringe Leben und teile sich, sei zielbewusst und verträglich. Neben instrumentalen Darbietungen hatte der Schulchor auch ein paar pfiffige Gstanzl einstudiert, die bestens ankamen.

Humorvoll erklärte schließlich Hermann Gruber (Waldwasser), aus dem Brunnen fließe "Geisterwasser", wenn man das trinkt "wird man g’scheid". Schließlich folgte der Höhepunkt der Feierstunde, die Segnung des Waldwasserbrunnens. Bezugnehmend auf Bibelverse segneten Pfarrvikar Johannes Spitaler und Pfarrer Thomas Weinmair gemeinsam den Brunnen, betonend, dass "Wasser ein Gabe Gottes" ist.

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Stv. Landrätin Helga Weinberger bezeichnete den Brunnen als "Denkmal dafür, wie viel Glück wir haben, jederzeit gesundes Trinkwasser zur Verfügung zu haben". MdL Max Gibis zeigte sich froh, dass nun auch die Realschule Freyung "einen der berühmten Waldwasserbrunnen" hat und betonte: "Das Wasser, das da rauskommt, ist das best überwachte Lebensmittel, das man ohne Bedenken trinken kann." Der Vorsitzende des Fördervereins der Realschule Alois Atzinger hob heraus, dass der Brunnen auch zum Umweltschutz beitrage, weil bei seinem Gebrauch keine Plastikflaschen entsorgt werden müssen.

BRUNNENPFLEGE

Der Brunnen wird zehn Mal am Tag automatisch gespült, damit die Reinheit garantiert ist. Außerdem wird ein Pate ernannt, der sich um ihn kümmert. Wenn etwas nicht in Ordnung ist, setzt dieser sich mit der Waldwasserversorgung in Verbindung damit das Problem behoben wird. Auf Knopfdruck fließt eine vorbestimmte Menge aus dem Hahn, um Wasserverschwendung vorzubeugen.

Seit zehn Jahren wurden mittlerweile 67 Brunnen in Schulen errichtet. So soll ins Bewusstsein gebracht werden, dass auch Leitungswasser zum Trinken bestens geeignet ist.

Von Margit Poxleitner, Passauer Neue Presse vom 21.12.2018

 

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