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Europawahl an der Realschule

SchülerInnen, die während der Unterrichtszeit in Gruppen durch die Schulgänge gehen? Ungewöhnlich! Noch dazu, da sie alle anscheinend ein Ziel anstreben und seltsame Kärtchen in der Hand halten... Sie alle gingen zu „ihrem“ Wahlbüro, das auf den Wahlbenachrichtigungen, die die wahlberechtigten SchülerInnen der 8., 9. und 10. Klassen bereits vor über zwei Wochen erhalten hatten, eingetragen war. Die Realschule Freyung nahm nämlich heuer das erste Mal an der „Juniorwahl“ teil.

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Im Klartext bedeutet das, dass unsere SchülerInnen – genau wie die Erwachsenen am Sonntag, den 26. Mai – zur Europawahl gingen, und zwar nach genau den gleichen Regeln:

Als erstes wurden die Wahlberechtigten festgelegt: Ab der Jahrgangsstufe 8 durften alle SchülerInnen wählen.

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Dann erhielten sie – genau wie die Erwachsenen auch – Wahlbenachrichtigungen mit allen Informationen (Wahltag, Wahlzeitraum, Wahlbüro) und dem Hinweis, dass sie diese Benachrichtigung zur Wahl vorzeigen müssen (auf den Personalausweis haben wir verzichtet, da noch nicht alle SchülerInnen einen solchen besitzen).

Es fand sich auch eine Klasse, die die Wahl durchführte: Die Mädels der 10 E bildeten fünf Teams mit je einer Wahlvorsteherin, Schriftführerin und drei bis vier Wahlhelferinnen. Souverän und äußerst zuverlässig leiteten sie die Wahl und hinterher die Auszählung der Stimmen.

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Frau Brunhilde Hippmann - ganz viele SchülerInnen kennen die ehemalige Lehrkraft unserer Schule noch - stellte sich als unabhängige Wahlbeobachterin zur Verfügung, um zu kontrollieren, ob auch alles den demokratischen Regeln entsprechend abläuft. Zusammen mit Frau Regina Behringer, die dieses Projekt an der Realschule durchführte, und Schulleiterin Frau Ursula Stegbauer-Hötzl konnte sie miterleben, wie ruhig und besonnen unsere SchülerInnen zu ihren Wahlbüros gingen, wie diszipliniert die ganze Wahl ablief und wie eigenständig die Wahlteams die Auszählung durchführten.

 

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Hinterher berichteten die Wahlhelferinnen schmunzelnd, dass die größten Probleme der „Jungwähler“ war, wie der Wahlzettel zu falten sei und ob man den Namen draufschreiben müsse. Frau Stegbauer-Hötzl lobte die engagierten Wahlhelferinnen sehr: “Dies ist ein weiter wichtiger Baustein für eure Zukunft als mündige und verantwortungsbewussste Bürgerinnen!“

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Die ganze Juniorwahl sei außerdem „gelebte Demokratie in Reinform“. Auch bei den nächsten Wahlen wird die Realschule wieder teilnehmen, denn es hat sich gezeigt, dass die SchülerInnen dieses Angebot gerne und beuwsst wahrgenommen haben.

Das Ergebnis darf leider erst am Sonntag nach Schließen der Wahlbüros der Erwachsenen – also um 18:00 Uhr bekannt gegeben werden. So lauten die Regeln der Juniorwahl, um die „Erwachsenenwahl“ nicht zu beeinflussen.

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Wer also nicht bis Montag auf den Aushang in der Schule warten will, kann am Sonntag ab 18:00 Uhr auf www.juniorwahl.de nachsehen, wie unser Ergebnis bzw. das deutschlandweite Ergebnis der Wahl der Jugendlichen ausfiel.

Regina Behringer

Auf der nächsten Seite geht´s zum Wahlergebnis...


Passauer Neue Presse vom 28.05.2019

Freyung hat gewählt – das trifft nicht nur auf die Erwachsenen zu. Auch 331 Realschüler haben bei einer Juniorwahl ihre Stimme abgegeben (PNP berichtete). Die Wahl ist Teil einer deutschlandweiten Initiative. Wie bei den Erwachsenen wurde an der Realschule Freyung die CSU stärkste Kraft. Allerdings erhielt sie nur 22,96 Prozent der Stimmen und blieb somit fast 40 Prozentpunkte unter dem Freyunger CSU-Europawahlergebnis. Immerhin schnitten die Konservativen aber besser ab als im bundesweiten Juniorwahl-Vergleich. Dort kam die Union nur auf 10,70 Prozent und wurde so lediglich drittstärkste Kraft. Vor ihr lagen deutschlandweit die SPD (12,20 Prozent) und mit deutlichem Abstand die Grünen (33,90 Prozent).

Auf exakt gleich viele Stimmen kamen bei den Freyunger Jugendlichen die Grünen und die AfD. Beide erhielten 14,5 Prozent der Stimmen. Auffällig stark war die Tierschutzpartei: Sie erhielt 9,06 Prozent. Die SPD schnitt etwas besser ab als bei den Freyunger Erwachsenen – sie konnte 10,57 Prozent der Stimmen auf sich vereinen. Die weiteren Ergebnisse: 4,83 Prozent der Realschüler votierten für die Freien Wähler, 4,22 Prozent für die Satirepartei Die Partei, 2,10 Prozent für die FDP, jeweils 2,72 Prozent für die ÖDP und die Bayernpartei und 1,81 Prozent für die Linkspartei.

Die Wahlbeteiligung war an der Realschule hoch. 90,44 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab. − anm

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