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Ein nicht alltäglicher Besuch

Besuch der Selimiye Moschee in Deggendorf durch Siebtklässler der Realschule Freyung

Der schwarze Würfelbau mit dem golden leuchtenden Halbmond darüber springt uns sofort ins Auge bei unserer Ankunft. Weitere Unterschiede begegnen uns dann auf Schritt und Tritt, angefangenen mit den getrennten Eingängen für Männer und Frauen, den getrennten Aufenthaltsräumen, und auch das Beten selbst findet streng nach Geschlechtern getrennt statt.

moscheebesuch

Vor der Gebetsnische dem Kernstück des Gebetsraums

Der Anblick der Waschräume – natürlich getrennt – ist genauso fremdartig wie das Ausziehen der Schuhe bevor wir den Gebetsraum betreten dürfen. Der stößt bei uns auf einhellige Bewunderung und Erstaunen mit seinem prachtvollen Kristallleuchter und dem großen tiefroten Teppich. Eine minimalistisch eingerichtete halbrunde Weite umschließt uns. Helligkeit aus zahlreichen Lichtquellen und die weiß gehaltene Gebetsnische und Kanzel stören nicht diesen großartigen Eindruck. Bilder und Figuren finden wir nicht, dafür arabische Schriftzeichen auf kreisrunden Kacheln an den Wänden. Der Imam lässt uns mit seinem in altarabischer Sprache dargebotenen Sprechgesang in eine fremde Welt eintauchen. Unsere kundige Begleiterin durch die Moschee, Emine, nimmt sich viel Zeit für die Beantwortung der zahlreichen Fragen der Schülerinnen und Schüler. Ein erlebnisreicher Vormittag geht zu Ende. Die Reaktionen durchweg positiv. Gelegenheiten, um den eigenen geistigen Horizont zu weiten und über den eigenen Tellerrand zu schauen, sind keine Zeitverschwendung. Darüber sind sich alle einig. Denn nur so geht friedliche Koexistenz, die wir ja alle anstreben, egal welcher Glaubensgemeinschaft wir angehören.

Christiane Stollwerck

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